Satzung

SATZUNG vom 9. Oktober 1991
i.d.F. des I. Nachtrages vom 2. Dezember 1992
i.d.F. des II. Nachtrages vom 10. Mai 2006
i.d.F. des Ill. Nachtrages vom 8. November 2014

§ 1 – Name und Sitz
Der Verein trägt den Namen Allergie- und umweltkrankes Kind e.V. Er hat seinen Sitz in Gelsenkirchen. Er ist eingetragen beim Amtsgericht Gelsenkirchen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

§ 2 – Zweck des Vereins

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung in der jeweils gültigen Fassung.
  2. Zweck des Vereins ist die Hilfe zur Selbsthilfe in den Bereichen der Gesundheitshilfe und Beratung in allen Fragen der praktischen Umsetzung einer liebevollen konsequenten Erziehung. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:2.1. die Beratung der Mitglieder und aller übrigen Betroffenen über allergische und umweltbedingte Erkrankungen der Atemwege, der Haut, von Interaktions-und Regulationsstörungen sowie Schlaf- und Essstörungen im Kleinkindafter.
    2.2. die Zusammenarbeit mit allen fachbezogenen Institutionen, z.B. Kliniken, Ärzten, Therapeuten, Verbänden, Krankenkassen, etc.
    2.3. die Erörterung von Umwelt- und Ernährungsfragen sowie sonstigen Fragen, die für Betroffene relevant sind.
    2.4. durch Informationsabende in Ortsgruppen, durch Kurse, Beratung in Fragen allergen- und säurearmer Ernährung, gesundheitsförderndem Sport, autogenem Training, progressiver Muskelentspannung oder anderer Aktiv-Entspannungs-Trainings, durch ganztägige Seminare über:
    – Asthma bronchiale,
    – Neurodermitis,
    – Heuschnupfen u.a.
    – Liebevolle konsequente Erziehung mittels des Elternführerscheins nach D. Langer und
    – verschiedene zieigruppenorientierte Vorträge für Kindergarten, Schulen, Städte – Bereitstellung von Informationsmaterial
  3.  Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  4.  Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.

§3 – Mitgliedschaft

  1.  Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die seine Ziele unterstützt.
  2. Als förderndes Mitglied kann jede juristische Person aufgenommen werden, sofern sie den Verband in seinen Zielen und Bestrebungen unterstützt.
    Fördernde Mitglieder haben kein Stimmrecht.
  3. Der schriftliche Beitritt zum Verein ist jederzeit zulässig und ist über Antrag bei jedem Organ des Vereins möglich. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird auf der ordentlichen Mitgliederversammlung für das nächstfolgende Jahr als Mindestbeitrag festgelegt. Die Zahlung erfolgt zu Beginn des Kalenderjahres im Voraus an die Geschäftsstelle des Bundesverbandes AuK e.V.
  4. Der Ausschluss eines Mitglieds wegen Verstoßes gegen Interessen des Vereins oder aus sonstigen schwerwiegenden Gründen ist möglich. Dem vom Ausschluss bedrohten Mitglied wird vor der Beschlussfassung über den Ausschließungsantrag Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Bundesvorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit über den Ausschluss und teilt dem ausgeschlossenen Mitglied den Beschluss per eingeschriebenen Brief innerhalb von acht Werktagen mit. Gegen den Ausschluss besteht die Möglichkeit des Einspruchs innerhalb von einem Monat beim Bundesvorstand. Über den endgültigen Ausschluss entscheidet dann die Mitgliederversammlung.
  5. Der Austritt aus dem Verein erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Bundesvorstand und ist nur zum Schluss des Kalenderjahres zulässig. Die Mitgliedschaft endet ferner durch Tod oder bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtsfähigkeit.

§ 4 – Organe des Vereins sind:

  1. Die Mitgliederversammlung
  2. Der Bundesvorstand
  3. Der ärztlich-wissenschaftliche Beirat
  4. Der psychologisch-psychotherapeutische Beirat

§ 5 – Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist einmal jährlich vom Bundesvorstand durch einfache schriftliche Benachrichtigung, die auch im Jahresbericht oder sonstigen Veröffentlichungen des Vereins erfolgen kann, zu berufen. Zwischen der Einberufung und dem Tage der Versammlung muss ein Zeitraum von mindestens vier Wochen liegen. Anträge zur Tagesordnung sind dem Bundesvorstand spätestens zwei Wochen vor der Versammlung einzureichen. Im Verlauf der Mitgliederversammlung eingebrachte Anträge können behandelt werden, wenn die Mitgliederversammlung dies mit zwei Drittel Mehrheit der anwesenden Mitglieder zuvor beschlossen hat.
  2. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Angelegenheiten des Vereins, soweit dieselben nicht dem Bundesvorstand übertragen sind. Sie hat den Bundesvorstand zu bestellen, den Bericht des Bundesvorstandes über seine Tätigkeit sowie die Rechnungsiegun] zu verlangen und entgegenzunehmen und dem Bundesvorstand jährliche Entlastung zu erteilen. Der Jahresabschiuss ist in angemessener Frist vor der Versammlung durch zwei von der Mitgliederversammlung gewählte Kassenprüfer zu prüfen. Die Kassenprüfer dürfen auch im Laufe des Rechnungsjahres Prüfungen vornehmen, und sie haben der Mitgliederversammlung über das Ergebnis ihrer Prüfung zu berichten.
  3. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Die Beschlussfassung erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die Stimme des Versammlungsleiters. Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Viertel der Stimmen der erschienenen Mitglieder erforderlich.
  4. Der Bundesvorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn die Einberufung von einem Drittel aller Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Bundesvorstand verlangt wird. Im Übrigen gelten für die außerordentliche Mitgliederversammlung die Bestimmungen der ordentlichen Mitgliederversammlung. Über die in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 6 – Bundesvorstand

  1. Der Bundesvorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Kassenwart. Er kann um bis zu drei weitere Mitglieder erweitert werden. Die Bestellung des Bundesvorstandes erfolgt durch die Mitgliederversammlung jeweils für einen Zeitraum von vier Jahren, falls erforderlich – im zweiten Wahlgang – durch Stichwahl. Wenn Mitglieder des Bundesvorstandes während ihrer Amtszeit ausscheiden, so werden ihre Ersatzmänner-/ frauen von dem noch vorhandenen Bundesvorstand mit Stimmenmehrheit für den Rest der Amtszeit gewählt.
  2. Der Bundesvorstand hat die Angelegenheiten des Vereins wahrzunehmen und das Vermöge des Vereins zu verwalten. Das Vereinsvermögen ist möglichst zinsbar anzulegen. Satzungsänderungen, die von Behörden oder dem Registergericht gewünscht werden, kann der Bundesvorstand selbst beschließen.
  3. Der Bundesvorstand tagt mindestens zwei Mal im Jahr und je nach aktuellem Bedarf. Die Sitzungen werden durch den 1. Vorsitzenden des Bundesverbandes schriftlich unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen einberufen unter Beifügung der Tagesordnung und Beschlussvoriagen. Die Sitzungen werden von dem 1. Vorsitzenden geleitet, in dessen Abwesenheit von einem Stellvertreter. Der Bundesvorstand entscheidet mit Mehrheit der anwesenden Bundesvorstandsmitglieder. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Über die Sitzungen wird ein Beschlussprotokoll geführt, das vom Sitzungsleiter und dem Schriftführer unterzeichnet wird nach Genehmigung durch den Bundesvorstand. Die Protokolle der Sitzungen des Bundesvorstandes können dem Ortsgruppenleitern sowie den Sprechern des wissenschaftlichen Beirates auszugsweise zugesandt werden.

§ 7 – Ärztlich-wissenschaftlicher und psychologisch-psychotherapeutischer Beirat

  1. Der Bundesvorstand bedient sich zur Durchführung seiner Aufgaben eines ärztlich­wissenschaftlichen Beirates und eines psychologisch-psychotherapeutischen Beirates. Die Leitung der ärztlich-wissenschaftlichen und der psychologisch-psychotherapeutischen Beiräte wird vom Bundesvorstand des Vereins berufen.
    Dem ärztlich-wissenschaftlichen Beirat sowie dem psychologisch-psychotherapeutischen Beirat gehören die Mitgliedsärzte, Wissenschaftler und Psychologen an, die vom Vorstand des Bundesverbandes AuK e.V. berufen werden.
  2. Der Bundesvorstand wird von dem ärztlich-wissenschaftlichen und dem psychologisch­psychotherapeutischen Beirat über deren Tätigkeit unterrichtet. Die durch ihre Tätigkeit entstehenden Aufgaben werden im Einvernehmen mit dem Bundesvorstand getragen.

§8 – Vergütungen für die Vereinstätigkeit

  1.  Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt, soweit nicht diese Satzung etwas anderes bestimmt.
  2. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer angemessenen – auch pauschalierten – Aufwandsentschädigung ausgeübt werden.
  3. Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit nach Nummer 2 trifft der Bundesvorstand. Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und die Vertragsbeendigung.
  4. Der Bundesvorstand ist ermächtigt, Tätigkeiten für den Verein gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung oder Aufwandsentschädigung zu beauftragen. Maßgebend ist die Haushaltslage des Vereins.
  5. Zur Erledigung der Geschäftsführungsaufgaben und zur Führung der Geschäftssteile ist der Bundesvorstand ermächtigt, im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten, hauptamtlich Beschäftigte anzustellen. Der Geschäftsführer kann auch ein Mitglied des Bundesvorstandes sein.
  6. im Übrigen haben die Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins einen Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind.
  7. Der Anspruch auf Aufwendungsersatz kann nur innerhalb einer Frist von drei Monaten nach seiner Entstehung geltend gemacht werden. Erstattungen werden nur gewährt, wenn die Aufwendungen mit Belegen und Aufstellungen, die prüffähig sein müssen, nachgewiesen werden.
  8. Vom Bundesvorstand kann beschlossen werden, die Aufwandsentschädigung nach Nummer 2 und den Aufwendungsersatz nach Nummer 6 im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten auf Pauschalbeträge und Pauschalsätze zu begrenzen.

§ 9 – Ortsgruppen für die Region

Innerhalb des Vereins können Ortsgruppen gebildet werden, deren Leiter als Ansprechpartner bundesweit im Interesse und nach enger Rücksprache mit dem Bundesverband agieren. Sie können satzungsgemäß Beratungsleistungen, Kurse, Seminare, Erfahrungsaustausch anbieten, um die erfolgreiche Behandlung zu begleiten, je nach Intensität der Aktivitäten können für Ortsgruppen nur mit Rück- und Absprache mit dem Bundesvorstand befristet Unterkonten des Bundesverbandes eingerichtet werden.

§ 10 – Haftung

  1. Ehrenamtlich Tätige, Angestellte, deren Vergütung die steuerfreien Einnahmen aus § 3 Nr. 26 a EstG im Jahr nicht übersteigen, haften für Schäden gegenüber Mitgliedern und gegenüber dem Verein, die sie in Erfüllung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit verursachen, nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
  2. Der Verein haftet gegenüber den Mitgliedern im Innenverhältnis nicht für fahrlässig verursachte Schäden durch Mitglieder bei der Ausführung ihrer Aufgaben.

§ 11 – Datenschutz

  1. Zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben des Vereines werden im Verein unter
    Beachtung der gesetzlichen Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) folgende
    personenbezogene Daten von Vereinsmitgliedern digital gespeichert: Name, Adresse,
    Telefonnummer, E-Mailadresse, Geburtsdatum, Bankverbindung. Die digitale Erfassung der
    Daten erfolgt unter der Maßgabe, dass die Mitglieder mit der Beitrittserklärung zustimmen.
  2. Den Organen des Vereins, allen Mitarbeitern oder sonst für den Verein Tätigen ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als dem zur jeweiligen Aufgabenerfüllung gehörenden Zweck zu verarbeiten, bekannt zu geben, Dritten zugänglich zu machen oder sonst zu nutzen. Diese Pflicht besteht auch nach dem Ausscheiden des Mitglieds aus dem Verein fort.
  3. Zur Wahrnehmung satzungsgemäßer Mitgliederrechte kann bei Verlangen der Vorstand gegen die schriftliche Versicherung, dass die Adressen nicht zu anderen Zwecken verwendet werden, Mitgliedern bei Darlegung eines berechtigten Interesses Einsicht in das Mitgliederverzeichnis gewähren.
  4. Bei Beendigung der Mitgliedschaft werden personenbezogene Daten, soweit sie die Kassengeschäfte betreffen, entsprechend der steuerrechtiich bestimmten Fristen aufbewahrt.

§ 12 – Auflösung

  1. Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung.
    Zu dem Beschluss ist eine Mehrheit von drei Viertel der erschienenen Mitglieder erforderlich.
  2. Die Liquidation des Vereines erfolgt durch den Vorstand. Zu Liquidatoren können auch andere Personen bestellt werden. Für die Bestellung gilt § 6 Nr.1 dieser Satzung.
  3. Bei Auflösung des Vereins sowie bei dessen Aufhebung oder Wegfäll seines Zwecks fällt das Vereinsvermögen an den Förderverein pädiatrische Psychosomatik e.V.

Beschlossen in den Mitgliederversammlungen am 9. Oktober 1991, 2. Dezember 1992,10. Mai 2005 und 8. November 2014.

Gelsenkirchen, 8. November 2014